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Der USB-chip FT2232 wird beim Anschluss an den PC vom Linux-Kernel als serielles USB-Gerät erkannt. Die Gerätetreiber in Form der Kernelmodule ftdi-sio und usbserial werden geladen und erzeugen Devicelinks mit dem Namen /dev/ttyUSB*. Da eine Programmierung im Userspace über die libftdi erfolgt, ist eine Gerätedatei durch die Kernelmodule jedoch nicht notwendig.
Um dies zu verhindern, sollte die Vendor- und Product-ID des FT2232 mit besonderen Nummern versehen werden, damit der Kernel keine Treiber lädt. Die ID's sind fest im EEPROM des FT2232 einprogrammiert und müssen über das Tool FT_chip unter Windows geändert werden, da das Linuxtool ftdi-eeprom noch nicht korrekt arbeitet.
Weiterhin ist eine neue udev-Regel zu erstellen, die dem vom Kernel am USB-Bus erkannten USB-Teilnehmer eine Gruppenberechtigung zuteilt. Dies ist notwendig, um als normaler Benutzer über die libftdi auf das im /dev/bus/usb Verzeichnis angelegte Gerät zuzugreifen. Datei 99-libftdi.rules im Verzeichnis /etc/udev/rules.d ATTRS{idVendor}==“0403”, ATTRS{idProduct}==“6010”, MODE=“0664”, GROUP=“plugdev”